Bildung für Mädchen

in Bangladesch und Burkina Faso 

"Investitionen in Bildung für Mädchen sind die wirksamsten Einzelinvestitionen, die ein Entwicklungsland vornehmen kann. Die Ausbildung von Mädchen wirkt auf alle Dimensionen der Entwicklung: geringere Kinder-und Müttersterblichkeit, eine geringere Fruchtbarkeitsrate, höherer

Bildungsstand bei Töchtern und Söhnen, höhere Produktivität und besserer Umgang mit der Umwelt."

Aus einer Studie der Weltbank, Quelle BMZ                                                               

 

Die Stiftung Brücke setzt diese dringende Empfehlung in Bangladesch gemeinsam mit dem Projektpartner Mati Bangladesch und in Burkina Faso mit dem Verein Aide pour la Scolarisation des Filles (APSF) um.

In Bangladesch unterstützen wir in den Dörfern Hargujirpar und Borobillepar Mädchen beim Schulbesuch, dabei umfasst unsere Arbeit auch die oft  extrem armen Familien und die Entwicklung der dörflichen Infrastruktur.

Die Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren werden durch unsere Patenschaft lange vor Schäden an Körper und Seele geschützt, die durch die dort übliche Kinderheirat entstehen. Die finanzielle Unterstützung der Familien deckt Kosten für das Schulmaterial, Schulgebühren, Bücher und Schulkleidung. Ferner wird ein Beitrag zum Unterhalt der Mädchen geleistet, damit sie für die Familie nicht länger eine finanzielle Belastung darstellen. In der Projektregion gibt es kaum Erwerbsmöglichkeiten außerhalb der Landwirtschaft. Kleinbauern und landlose Tagelöhner empfinden die mit hohen Kosten verbundene Schulbildung vor allem für Mädchen noch immer als Luxus. Wenn Mädchen zu Hause wohnen und die Schule besuchen, bekommt die Familie eine Förderung von 145 € im Jahr.

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InThiou, im Norden von Burkina Faso, unterstützt die Stiftung Brücke das „Foyer pour jeunes Filles“. In diesem von einem ehemaligen Lehrer gegründeten Internat wohnen  junge Mädchen aus abgelegenen Dörfern, sie haben damit die einmalige Chance,  weiterführende Schulen zu besuchen. Während des Schulbesuches benötigen die Mädchen Geld für die Unterkunft, Ernährung, Kleidung und Schulmaterialien, weiterhin fallen Kosten für die Instandhaltung und den Ausbau der Räume, eine Solaranlage und Sanitärräume an. Einen Teil der benötigten Mittel werden über gelagerte und wieder verkaufte Lebensmittel und eine kleine Schafsaufzucht von den Mädchen selbst aufgebracht. Schülerinnen, die den höheren Schulabschluss schaffen, werden von der Stiftung Brücke weiterhin in einer Ausbildungsgemeinschaft in der Stadt Ouahigouya begleitet. Sie leben gemeinsam in einer angemieteten Wohnung und absolvieren ihre jeweiligen Ausbildungen als Grundschullehrerinnen oder Gesundheitspflegerinnen.

 

 

Mehr Infos zum Mädcheninternat in Thiou/ Burkina Faso  hier

Mehr Infos zur Ausbildungsgemeinschaft  in Ouahigouya hier

 

 

Jede Spende für die schulische und berufliche Ausbildung dieser Mädchen in Asien und Afrika ist sehr willkommen und bringt die Familien, die gesamte Dorfgemeinschaft und die Entwicklung des ganzen Landes voran!

Wir verzichten darauf, persönliche Patenschaften für Spender*innen einzurichten sondern unterstützen die Mädchen rundum mit und in ihrem jeweiligen Umfeld.

Sie halten diesen Weg, ebenso wie wir, für richtig?

Dann bitten wir um eine regelmäßige monatliche Spende, damit wir Mädchen und jungen Frauen weiterhin verlässlich unterstützen können!

Hier geht’s zur Spendenmöglichkeit:

 

Nazia - eine alltägliche Geschichte in Bangladesch 

Dass Nazias Familie die Unterstützung durch die Schulpatenschaft dringend nötig hat, ist schon an ihrer einfachen zusammengeflickten Hütte zu sehen. Das Dach ist sehr löchrig und zu Monsunzeiten kommen große Mengen Wasser herein. Strom gibt es ohnehin nicht. Die Familie lebt mit ihren noch zu Hause verbliebenen vier Töchtern in einem einzigen Raum. Nazias  Schwestern sind 15, 10 und 8 Jahre alt. Da Nazias Vater aufgrund von Knieproblemen Schwierigkeiten beim Laufen hat und zudem unter einer Augenerkrankung leidet, kann er nicht mehr arbeiten. Die Mutter verdient mit zwei Putzstellen und einer weiteren Anstellung als Köchin insgesamt gerade mal 4000 Tk (40 €) im Monat. Um so erstaunlicher ist, dass sie es schafft,  ihren vier Töchtern den Schulbesuch zu ermöglichen. Die Schulen in Bangladesch verlangen jährliche sowie monatliche Gebühren, und so ist es nicht verwunderlich, dass viele arme Familien keine andere Möglichkeit sehen, als ihre Töchter möglichst früh in die vermeintliche Sicherheit zu verheiraten oder arbeiten zu schicken–meist gegen sehr geringe Bezahlung. Nazias Mutter Saliha  bringt hingegen sogar Geld für Nachhilfe auf, die aufgrund des lückenhaften Unterrichts in Bangladesch leider notwendig ist. Gerade hat Nazia die 9. Klasse beendet. Sie ist eine gute Schülerin und besondere Begabung hat sie in ihrem Lieblingsfach Mathematik. Sie hofft,mit einem Schulabschluss eines Tages ein besseres Leben führen zu können. Derzeit lebt sie allerdings unter beklemmenden Bedingungen. Ihre Mutter verließ das Mati-Sparprogramm, da die Familie nicht genug hat, um auch nur einige Taka zur Seite zu legen. Die Verwandtschaft ist ebenfalls arm und kann nicht helfen. Nur gelegentlich kann die Familie etwas Fleisch oder Eier von ihren derzeit fünf Hühnern verkaufen. Nazias  15-jährige Schwester wird ab Januar auch über eine Mädchenpatenschaft unterstützt.

 

(Name und Foto aus Datenschutzgründen geändert)

 

 

 

Das Patenschaftsprogramm für Mädchen war 2017 sehr wichtig.

Mädchen sind immer die ersten Opfer knapper Ressourcen  - als durch die verheerenden Überschwemmungen viele Bauarbeiter monatelang arbeitslos wurden, war dies der Grund, warum Mädchen ihrer Familie die Schulausbildung abbrechen mussten und verheiratet wurden. Dies betraf 2017 leider drei Mädchen.

 

 

 

Hier gehts zum Info-flyer!

 

Mädchenpatenschaften_Flyer_3.pdf
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