Blog von der Reise nach Bangladesh

Ein Film über das MATI Projekt in Bangladesh

11. November - zurück Zuhause

Nach einer 50stündigen Rückreise kommen wir wieder in Köndringen an. Es wird nun sicher eine Weile dauern, bis wir alle Eindrücke dieser Reise verarbeitet haben! Es war eine tolle Reise, und es gab zwar objektiv viele äußere Gefahren (vor allem dieser irrwitzige Verkehr!), aber wir haben uns supergut aufgehoben und betreut gefühlt von unseren Gastgebern/ Begleitern. Ein schöneres Abenteuer kann ich mir gar nicht vorstellen. Und wenn ich auch die hervorstechenden Gerüche (Abwasserkanal, Mottenkugeln) und Geräusche (Muezzin am Morgen, Dauerhupen) nicht vermissen werde, so fehlen mir jetzt schon die Wärme, die freilaufenden Hühner und Kühe und Hunde, die freundliche Neugier und Hilfsbereitschaft der Menschen, der Duft der Küche, der Duttcha (Milchtee) im Teeshop  ….

Duttcha

2. November bis 10. November

Unsere Gastgeber begleiten uns noch auf eine Reise nach Bandarban, ein Ort in den Chittagong-Hilltracks. Überwältigend schöne Landschaften und interessante Wanderungen zu entlegenen Dörfern im dschungelartigen Urwald. Die Chittagong Hilltracks liegen in einem besonders gesicherten Sperrbezirk in der Grenzregion zu Indien und Myanmar und werden von 10 verschiedenen indigenen Volksgruppen bewohnt. Nach weiteren drei Tagen brechen wir ganz in den Süden auf, eine Fähre bringt uns in drei Stunden nach St. Martin, die einzige Koralleninsel Bangladeshs. Dort genießen wir bei großer Hitze muschelreichen Palmenstrand, den warmen Indischen Ozean und ganz viel leckeren Fisch.

Chittagong Hilltracks

Chittagong Hilltracks

St MArtin

St Martin

1. November

Einkauf im Taizé-Laden und Besichtigung der Werkstätten. Hier stellen geistig und körperlich behinderte Menschen Kunsthandwerk her. Nachmittags Bazarbesuch und Tücher für den Weihnachtsmarkt in Teningen gekauft. Anschließend fahren wir nach Billiboropara, einem weiteren Standort von MATI. Interview mit dem Standortleiter. Dann feierliche Verabschiedung.

Wir haben viel gelernt und erlebt in diesen Tagen im Norden Bangladeshs. MATI leistet eine hervorragende Entwicklungs-Arbeit, die wirklich von den betroffenen Menschen, die zu den ärmsten der Welt zählen, mitgestaltet und mitgetragen wird. Selten sind wir in unserem Leben auf Reisen so herzlich und gastfreundlich aufgenommen worden und konnten so tief in die Kultur eines fremden Landes eintauchen.

Abschied

31. Oktober - zu Besuch in Harguzirpar

Mit klapprigen Fahrrädern fahren wir aus Mymensingh heraus aufs Land in das Dorf Harguzirpar. Dort werden wir von einigen Frauen, einer riesigen Schar Kindern und einigen Männern schon erwartet. Auf einem Platz aus gestampftem Lehm reden wir mit ihnen über ihre Sorgen, Nöte, Bedürfnisse und Pläne. Wir wollen gemeinsam mit MATI herausfinden, welche ihrer Ziele sich mit denen der MDGs (Millennium Development Goals) der Vereinten Nationen decken. Das oberste dieser Ziele ist die Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015. Die Frauen fragen und antworten sehr zielgerichtet. Es geht ihnen dabei hauptsächlich um eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Einige der Kinder können aus wirtschaftlichen Gründen nicht zur Schule gehen. Wir diskutieren Möglichkeiten für Einkommen schaffende Maßnahmen. Handwerk, Handel, Viehzucht. Auch sauberes Trinkwasser ist ein Problem, es muss von weit her herangeschafft werden. Toiletten fehlen noch ganz. In dem Dorf wohnen 200 Familien, etwa 1000 Personen. MATI hat schon mit der Evaluation der Ausgangssituation begonnen.

Dorfbesuch in Harguzirpar

Besuch in Harguzirpar

30. Oktober

Freitag – heute haben wieder die meisten Menschen frei und viele Geschäfte haben – zumindest vormittags – geschlossen. Wir sind von Jony eingeladen in eine Hindu- Community, die in einem Slum am Ufer des Brahmaputra lebt, etwa 75 Familien sind sie. Die Hindus haben hier oft traditionell die weniger angesehenen Berufe, diese Gemeinschaft stellt zum Beispiel die Müllwerker hier in der Stadt. Heute gibt es etwas Besonderes für die Kinder der Gemeinschaft, es gibt einen Malwettbewerb für etwa 70 Kinder. Wieder wird ein großes buntes Schwungtuch ausgebreitet, die Kinder bekommen eine Unterlage aus Pappe und ein weißes DinA4- Blatt und Buntstifte. Alles für sie sonst unerreichbarer Luxus. Sie malen eine Stunde „um die Wette“, die meisten wählen ihre Häuser, den Fluß mit Fischerbooten und Reisfelder und –ernte als Motiv. Für uns alle ist das eine wunderbar friedliche Stunde miteinander, die Kinder werden von Jony und seinen Helferinnen liebevoll betreut und begleitet. So offensichtlich wie hier ist uns die Armut bisher noch selten begegnet, die Kinder tragen Kleidung, aus der sie meist schon rausgewachsen sind, verschlissen und löchrig, und die Hütten sind ebenso löchrig. Zum Abschied singen die Kinder mit voller Inbrunst ein Lied für uns, und wir fühlen uns gerührt und beschenkt.

29. Oktober

Früh nimmt uns Lenen zu seinem Lieblingsfrühstücksplatz in Mymensingh mit. Alles ist noch frisch, angenehm kühl und nicht so übervölkert.
Danach gehen wir mit zwei MATI-Mitarbeitern zum nahe gelegenen Markt, um groß einzukaufen: donnerstags ist das MATI-Gelände am Mittag für die Armen der Nachbarschaft geöffnet und es gibt ein gemeinsames Mittagsessen für alle. Der Markt zieht sich entlang der Zuggleise und findet auch auf den Gleisen statt, solange der Zug nicht kommt. Wenn ein Zug kommt – das spricht sich irgendwie rum, bzw. wird dann auch vom heiseren Tuten des Zuges angekündigt – werden die Gleise kurz geräumt. Wir kaufen für etwa 1.000 taka (10 Euro!) Reis, Gemüse, Eier und Bananen ein. Das Essen wird von mehreren MATI-Mitarbeitern und der Köchin zusammen zubereitet, und am Mittag sind 92 Menschen im Hof auf einem ausgebreiteten bunten Schwungtuch versammelt: viele Frauen mit ihren Kindern, einige Alte und auch einige Rikshafahrer genießen das einfache leckere Essen mit uns zusammen.

28. Oktober

Heute besuchen wir am Nachmittag das Dorf Gobindorbur, das auf der anderen Seite des Flusses liegt. Mit einem der kleinen wackeligen Fährboote überqueren wir den Brahmaputra und gelangen auf die gegenüberliegende Flussseite. Viele der hier lebenden Menschen pendeln morgens nach Mymensigh zur Arbeit, wir sehen Frauen, die nach Hause zurückwandern, nach einem Arbeitstag als Zugehfrau in einem reicheren Haushalt. Am Flussufer, etwas höher gelegen, gibt es so etwas wie „park and ride“ – Parkplätze für Motorräder, die vom danebenliegenden Teeshop bewacht werden. Von Scharen von Kindern und einem ortskundigen Führer begleitet wandern wir auf Deichwegen einige Kilometer zu den einzelnen kleinen Siedlungen. Wir führen vorbereitende Gespräche für das Projekt MDG- Dorf (Millenium Developpement Goals). Es geht darum, die Sorgen, Bedürfnisse und Ziele der Dorfbevölkerung kennen zu lernen. Von ersten Gesprächen liegen schon Erfassungsbögen in bengalischer Schrift vor.
Die Dörfer bestehen aus einzelnen Hausgruppen mit jeweils 5 – 7 Familien. Da hier in der Regenzeit fast 90 % des Landes überschwemmt ist, stehen die Häuser auf kleinen künstlichen Anhöhen. Wasserpumpen sind vorhanden, Toiletten fehlen. In einem der Gemeinschaftshöfe sind gerade zwei Zicklein geboren, die wir unter Beteiligung aller Kinder fotografieren. Erschöpft und trotz der Hitze ziemlich erkältet fahren wir am Abend mit Vanriksha, Boot und schließlich normaler Riksha wieder nach Hause zurück.

27, Oktober

Heute Morgen hat uns ein Rikschafahrer in eine fremde Gegend gefahren. Stopp! Viele andere Rikschas halten, keiner spricht englisch und wir zuwenig Bengalisch. Schließlich ein junger Mann mit Büchern unterm Arm. Wir malen den River mit Booten, den Park und schreiben beide Begriffe dazu. Sofort zeigt sich ein Fahrradfahrer bereit, unserem Fahrer voraus zu fahren und wir erreichen das gewünschte Ziel. Die Fahrten kosten 10 bis 20 taka, den Preis legt man vor der Fahrt fest.

Am Nachmittag besuchen wir den großen Stoffbazar von Mymensingh und kaufen Stoffe und Tücher für den Teninger Weihnachtsmarkt.

26. Oktober

Frühstück am Ufer des Brahmaputra, dem zweitgrößten Strom in Bangladesh. Es gibt Tee und Puris, das sind kleine Teigtaschen, die mit Linsen gefüllt sind und mit Koriander gewürzt. In schwimmendem Fett werden sie über kleinen Holzöfen gebacken. Kleine Fähren bringen Menschen und Waren von einem Flussufer zum anderen, ruhig und geduldig wie seit hunderten von Jahren. Der Fluss hat wenig Strömung. Je nach Wind unterstützen kleine Segel, die mit bunter Werbung bemalt sind, die Ruderer.
Am Nachmittag können wir eine kleine, ziemlich unterdrückte Hindu-Gemeinschaft besuchen, die vor 200 Jahren aus Indien eingewandert ist. Diese Menschen nennen sich Bine, sie wohnen im Sehab-Quarter, das wie ein Slum ist, die Hütten sind überwiegend aus Abfallmaterial gebaut. Sie sind traditionell Schuster. Jonny, ein bengalischer Freiwilliger und selbst Hindu, versucht, ihre Identität zu stärken, damit sie sich als Gemeinschaft mehr Rechte verschaffen können.
Bettina besucht die Taize-Brüder und erlebt deren Gottesdienst. Sie haben hier einige Schulen für extrem arme Familien gebaut.

25. Oktober - von Huzurikanda nach Mymensingh

Wir verabschieden uns von Huzurikanda und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MATI Schule, und all den Kindern, die uns in den letzten Tagen oft bei unseren Ausfluegen begleitet haben. Wir haben die laendliche Ruhe und die unglaubliche Gastfreundschaft sehr genossen, und obwohl wir in der kurzen Zeit schon so viel erlebt haben, fuehlen wir uns ausgeruht und erholt. Man ist geneigt, die Schoenheit der Landschaft, die malerischen bunten Gewaender der Menschen, das doerfliche Miteinander von Menschen und Tieren als Idylle zu betrachten. Dass viele Familien hier bitter arm sind, sieht man nicht auf den ersten Blick. Bettlern begegnet man allenfalls auf dem Basar, denn von wem sollten sie etwas bekommen?  

Fahrt mit einem Kleinbus von Huzurikanda nach Mymensingh, der Bezirkshauptstadt. Es ist wieder atemberaubend, wie alle Verkehrsteilnehmer erst im letzten Moment einander ausweichen, und dann haarscharf aneinander vorbeirauschen. Hier in Mymensingh sind die Verwaltung des MATI Projektes, auch die Computerschulung und das Wohnhaus von Lenen und Andrea, den Projektleitern.

24. Oktober - Gang durch die Reisfelder, durch die doerflichen Siedlungen, durch die Innenhoefe.

Gang durch die Reisfelder, durch die doerflichen Siedlungen, durch die Innenhoefe.
Heute besuchen wir vier Frauen, die in dem Sunshine Projekt naehen gelernt haben und nun eine eigene Naehmachine besitzen und damit von zuhause aus kleine Naehauftraege erledigen koennen. Das von der Stiftung Bruecke finanzierte Sunshine Projekt wendet sich an Frauen, die schon als Minderjaehrige verheiratet wurden und in den Familien ihrer Maenner wenig Anerkennung finden und oft ausgenutzt werden. Die Naehausbildung und die Naehmaschine ermoeglicht ihnen ein eigenes Einkommen und wertet sie innerhalb der Familie sehr auf.
Alle Frauen freuen sich ueber unseren Besuch, ueberall wird uns Wasser und gesuesstes Wasser angeboten. Sie sind stolz, uns ihre Arbeit zeigen zu koennen, alle haben zur Zeit kleine oder groessere Auftraege.

Wir treffen auch den MATI Motorpflug in Aktion. Er wurde ueber die Stiftung angeschafft, weil fuer die Bauern sonst nur das Pfluegen bzw. Eggen mit Milchkuehen  moeglich ist, was dazu fuehrt, das die Kuehe keine Milch mehr geben. Oder aber sie muessen sich einen Ochsen mieten, was zuviel Geld verschlingt. Den MATI Pflug koennen sie sich kostenguenstig ausleihen.

Näherin

Familie

MATI Motorpflug

23. Oktober - Besuch bei Jahangir und Rashida

Heute ist Freitag, also wie bei uns Sonntag und die Schule bleibt zu. Wir radeln mittags nach Pascahonia, wo wir beim Projektmanager Jahangir und seiner Frau Rashida, Lehrerin an der MATI - Schule, eingeladen sind. Sie sind verhaeltnismaessig wohlhabend.
Sie besitzen ein gemauertes Haus mit Verputz und einigen Moebeln, ausserdem ein grosses Stueck Land, auf dem Zuckerrohr, Reis, Kurkuma und Olivenbaeume wachsen. Sie haben auch Strom, wenn er nicht gerade ausfaellt. Endlich koennen wir Handys und Fotoapparate aufladen!

Besuch bei Jahangir und Rashida

Besuch bei Jahangir und Rashida

Besuch bei Jahangir und Rashida

22. Oktober

Essenszubereitung fuer SchulkinderWir beobachten die traditionelle Essenszubereitung fuer die Schulkinder. Zwei Klassen bekommen taeglich ein Essen, d.h. jedes Kind kriegt zweimal in der Woche ein Schulessen aus Reis und Gemuese. Insgesamt sind 247 Schuelerinnen und Schueler auf der MATI Schule.

 

Wir begleiten das Interview einer MATI Mitarbeiterin mit einer Familie, bei dem festgestellt werden soll, ob sie in ein Hilfsprogramm aufgenommen werden wird. Die fuenfkoepfige Familie lebt von weniger als einem Euro pro Tag. Der Mann hat 1200 Quadratmeter Land geliehen und mit Reis bepflanzt. Alle anfallenden Kosten muss er selber tragen, vom Ertrag muss er 50 % an den Landeigentuemer abgeben. Die Familie isst ein bis zweimal Fleisch im Jahr, selten Fisch, zweimal pro Woche Gemuese. Ihr Bargeld betraegt gerade 15 taka, also 15 cent.

 

 

 

Wasserpumpe

Huette

21. Oktober

MenschenauflaufMorgens nach dem Fruehstueck brechen wir zu sechst mit Fahrraedern auf zu einer Frauengruppenversammlung. Der fuer die Gruppe zustaendige Fieldmotivator ist auch dabei. Das Dorf liegt etwa 6 km entfernt, die Gruppe ist gerade erst entstanden und hat 40 Mitglieder. Auf dem Weg fuehlen wir uns ein bisschen wie auf der Tour de France, Kinder saeumen unseren Weg, schreien hello und recken uns ihren erhobenen Daumen entgegen. Das Linksfahren faellt erstmal schwer und wir muessen staendig die Fahrradglocke laeuten, weil Kuehe, Ziegen, Huehner, kleine und grosse Menschen unseren Weg kreuzen. Auf dem Weg zum Trocknen ausgebreiteter Reis, halbierte Bambusstangen, die zu Gittern verarbeitet werden, Fahrradrikshas und heftige Schlamm- und Schlagloecher lassen uns Slalom fahren.
Unsere Ankunft fuehrt zu einem Menschenauflauf. Fuer uns Gaeste werden Stuehle herbeigeschafft, die Frauen der hocken dicht gedraengt auf einer Plastikplane auf dem Boden. Frauengruppe Frauengruppen sind ein Kernstueck der MATI Arbeit. In der Region von Huzurikanda sind 1580 MATI Mitglieder in 66 Frauengruppen organisiert. Zusammen mit ihren Familien sind das 9600 Menschen, die von MATI gefoerdert werden und die Moeglichkeit erhalten, sich selbst aus extremer Armut zu befreien. Sie werden von sechs Fieldmotivators betreut. Jede Frauengruppe waehlt eine Sprecherin und entscheidet mit, welche Frauen je nach Familiensituation und Beduerftigkeit welche Unterstuetzung von MATI bekommen soll. Die Hilfen, zum Beispiel Kuh, Naehmaschine, Stoff als Startkapital, Schulgeld etc. werden meist als zinsloses Darlehn gewaehrt und langfristig getilgt.

20. Oktober

Shonda Rani 's NähmaschineAm fruehen Morgen werden wir durch den mit Lautsprecher verstaerkten Gesang des Muezzin geweckt. Wir gehen zu Fuss durch die Doerfer, das sind einzelne, verstreute kleine Siedlungen aus Wellblechhuetten, und besuchen , die an dem Naehmaschinenprojekt teilgenommen hat. Sie hat 5 Kinder, eins ist schon verheiratet. Stolz zeigt sie uns ihre Naehmaschine, die sie unter ihrem Bettzeug versteckt hat, damit sie ihr nicht gestohlen wird. Alle ihre Kinder hat sie zur Schule geschickt, die aelteste Tochter hat ein Fernstudium begonnen.
In den Huettensiedlungen sehen wir auch ueberall Wasserpumpen und kleine Klohuettchen, die sich die Bewohner ueber MATI anschaffen konnten.

19. Oktober - Ankunft

Die Sonne geht auf. Unter den Wolken tauchen tausend Seen und Fluesse auf. Wo wird da eine Landebahn sein? Aber schliesslich landen wir doch sicher in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesh. Es ist 9 Uhr morgens Ortszeit, in Deutschland 4 Uhr frueh.
Pass und Gepaeckkontrolle, nun stehen wir in Menschengewusel  und Laerm auf dem eingezaeunten Vorplatz des Flughafens und es ist jetzt schon heiss und schwuel. Wir finden Lenen, der uns mit einem Auto abholt, um mit uns ins Projektgebiet nach Huzurikanda zu fahren, ca. 200 km, fuer die wir 5 Stunden brauchen. Die laengste Zeit brauchen wir, um aus Dhaka heraus zu kommen, 40 km schnurgerade Strecke, die mit Bussen, Lastwagen, dreiraedrigen Kleintransportern und unzaehligen Rikshas vollgestopft ist. Nachdem die ersten Aufregungen ueber die Fahrweise der Bengalen langsam abgeebbt sind und wir uns auf das staendiges Gehupe und eine brenzlige Verkehrssituation nach der anderen langsam eingestellt haben, koennen wir die ersten Eindruecke geniessen. Weite gruene Reisfelder, kleine Teestaende oder Ladenhuettchen aus Wellblech und Bambusgeflecht, bunt gekleidete Menschen, Kuehe, Ziegen und Huehner ueberall.

Mit dem Fahrrad auf dem DammIm Projekt angekommen, essen wir das erst Mal ohne Besteck mit der rechten Hand, es geht so einigermassen. Es gibt Reis mit Dal, ein Linsenbrei, und Gemuese. Nach einem Rundgang durch das Gelaende fallen wir totmuede ins Bett. Wir sind endlich angekommen.

18. Oktober - Abfahrt

Nasse, kalte Nebelwolken haengen an den Schwarzwaldbergen. Unsere Tochter Caro faehrt uns in aller Fruehe mit schwerem Gepaeck - was sollen wir nicht alles ins MATI Projekt mitbringen - von Koendringen zum Freiburger Bahnhof. Ein ICE bringt uns komfortabel nach Frankfurt. 36 Stunden wird unsere Reise dauern.

Am Abend haben wir einen kurzen Zwischenstopp in Doha/ Qatar auf der arabischen Halbinsel.  Weiter in der Nacht ueber den Iran und Indien hinweg.

Reise nach Bangladesh

Karte MATI BangladeshVom 18. Oktober bis zum 10. November 2009 reisen wir – Peter Haas und Bettina Mühlen-Haas – nach Bangladesh zu einem Besuch ins Projektgebiet von MATI im Norden des Landes. Wir werden unsere Eindrücke in einem Reisetagebuch im Internet als Blog veröffentlichen. Schaut ab und zu mal rein, dann könnt Ihr uns auf unserer Reise begleiten!

 

 


 


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